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Wunderzeit – die Puppenspielvisite

30/09/2019

Der Alltag in einer Kinderklinik wird für die kleinen Patienten oft von Gefühlen der Langeweile, Nervosität und Angst begleitet. Über den Kontakt mit Puppen bekommt ein Kind die Möglichkeit, im Spiel seinem Lebenszustand Ausdruck zu verleihen. Die Puppe holt das Kind dort ab, wo es ist, nimmt seinen Spielimpuls auf und steigt ganz und gar in seine Geschichte ein. Im Spiel kann das Kind eine Position einnehmen, die sonst der Erwachsene innehat: Es übernimmt gerne Fürsorge, bestimmt das Spiel, erklärt der Puppe, was sie noch nicht weiß. Dieses Heraustreten aus der gewohnten Rolle eröffnet neue Perspektiven und kann so das Selbstbewusstsein stärken.

Um kleine Patientinnen und Patienten in einer für sie oft ungewissen Situation zu ermutigen, ziehen die zwei Puppenspielerinnen Julia Warneke und Annekatrin Stauß seit 2013 mit ihrem Projekt „Wunderzeit- die Puppenspielvisite“ durch verschiedene Kinderkliniken. Sie besuchen dort die Kinder im Wartebereich der Ambulanz und auf der Station an ihren Betten. Durch kleine situationsbezogene Spielszenen und behutsame Interaktionen stellen die Puppen eine leichte und liebenswerte Verbindung zu ihnen her und werden so zu guten Freunden. Sie bereiten spielerisch auf die Untersuchungen vor, zetteln Plaudereien an und eröffnen einen Raum für Fantasie, in dem alles Platz hat, was die Kinder bewegt und interessiert. Aktion Hilfe für Kinder fördert dieses tolle Projekt mit der Finanzierung der Puppenspielvisite in der Bremer Klinik für Kinder- und Jugendmedizin „Links der Weser“. Wir durften die beiden Projektinitiatorinnen vor Ort besuchen und hautnah miterleben, wie sie gemeinsam mit ihren Puppen den kleinen Patientinnen und Patienten tatsächlich eine kurze „Wunderzeit“ bescherten.

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